FAQ – alles Wissenswerte auf einem Blick

1. Was ist der Internationale Bund IB?
Der Internationale Bund (IB) ist mit seinem eingetragenen Verein, seinen Gesellschaften und Beteiligungen einer der großen Dienstleister in den Bereichen Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Er ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Bundesweit helfen 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IB in 700 Einrichtungen und Zweigstellen an 300 Orten jährlich rund 350.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bei der beruflichen und persönlichen Lebensplanung. Sitz der IB-Gruppe ist Frankfurt am Main.

2. Wer sind die IB VAP?
Im Jahr 2004 wurden im IB neben den Inlands-Freiwilligendiensten auch die Auslandsfreiwilligendienste IB VAP (Volunteers‘ Abroad Programs) geschaffen. An den Standorten Kassel, Nürnberg und Offenburg entsenden wir jährlich über 150 Freiwillige. An den Standorten arbeitet ein Team von pädagogischen Mitarbeiter*innen, das von Verwaltungsangestellten unterstützt wird. Hier findest du eine Vorstellung unserer Teams IB VAP Franken, IB VAP Kassel, IB VAP Baden.

Im Jahr 2015 wurden die IB VAP Franken und IB VAP Kassel von der Agentur „Qualität in Freiwilligendiensten“ (Quifd) zertifiziert, und in 2016 ( VAP Baden folgte ebenfalls in diesem Jahr) und 2018 re-zertifiziert.

3. Was bieten mir die IB VAP als Entsendeorganisation?

  • Fachliche und persönliche Vorbereitung auf den Freiwilligendienst im Ausland (Kennenlern-, Vorbereitungs-, Zwischen- und Rückkehrerseminare)
  • Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung des internationalen Freiwilligendienstes durch pädagogische Fachkräfte in Deutschland
  • Vermittlung zu einer unserer Partnerorganisationen im Ausland
  • Beratung bezüglich des Aufbaus eines Unterstützerkreises
  • Pädagogische Unterstützung und Begleitung, Krisenintervention und Konfliktmanagement während des Auslandsaufenthalte
  • Teilnahmebescheinigung während und ein Zertifikat mit Bescheinigung nach dem Freiwilligendienst
  • Einen Freiwilligenausweis, der im Ausland Vergünstigungen verschaffen kann
  • Unterstützung bei der Eingliederung in ein Netzwerk von ehemaligen Freiwilligen nach Abschluss des Freiwilligendienstes
  • Beratung über Möglichkeiten des Engagements nach dem Freiwilligendienst
  • Möglichkeit zur Einbindung in die Arbeit der IB VAP nach dem Freiwilligendienst bei Seminaren (als Ehemalige_r und evtl. später Teamer_in, gerne auch als Praktikant_in)

Hier findest du unsere ausführliche Rahmenkonzeption der IB Freiwilligendienste im Ausland.

4. Wo kann ich einen Freiwilligendienst machen?
Unsere Kooperationspartner sind vorwiegend in Ländern Afrikas, Europas und Lateinamerikas, sowie in englischsprachigen Übersee-Ländern (Australien, Neuseeland, USA). 

5. Wie lange dauert ein Freiwilligendienst?
Wir entsenden Freiwillige über die geförderten Programme IJFD und weltwärts i.d.R für einen Zeitraum von 12 Monaten. Dementsprechend sind diese Programme auch v.a. für Bewerber_innen geeignet, die sich entschieden haben, sich auf einen Freiwilligendienst über 12 Monate einzulassen.

Wir entsenden auch Freiwillige über das nicht staatliche geförderte Programm IB Volunteers, über das auch ein Dienst für kürzere Zeit möglich ist. Weitere Informationen zu diesem Programm findest du hier.

6. Wann beginnt ein Freiwilligendienst?
Der geförderte Dienst beginnt in der Regel im August oder September und endet i.d.R. im Juli oder August des Folgejahres. Ausnahmen bezüglich des Beginns sind zwar in Einzelfallen möglich, müssen aber individuell vereinbart werden.

Bei IB Volunteers ist der Zeitpunkt der Ausreise flexibler handhabbar: wir richten uns hierbei nach den Wünschen der Freiwilligen und nach den Möglichkeiten der Aufnahmeorganisationen im Ausland. Wichtig ist uns jedoch, dass auch IB Volunteers-Freiwillige Zeit für die Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt haben!

7. Wann muss ich mich bewerben und wie?
Du kannst dich jederzeit für einen weltwärts-Freiwilligendienst oder IJFD bewerben: Ausreise bei beiden Programmen ist im August oder September des Folgejahres für 12 Monate. Eine zweite Ausreise ab Jan/Februar ist in ausgewählten Einsatzstellen auch für 6-8 Monate möglich. 

Es lohnt sich, die Bewerbung frühzeitig einzureichen, da wir die zuerst eingegangenen Bewerbungen auch zuerst bearbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Wunschorganisation im Wunschland eingesetzt zu werden, ist daher bei einer frühzeitigen Bewerbung wesentlich höher.

Bei unserem flexiblen Programm IB Volunteers ist eine Bewerbung ebenfalls jederzeit möglich (sollte jedoch 4 Monate vor der geplanten Ausreise eingereicht werden). Zur Bewerbung für dieses Programm nutze bitte den Online Bewerbungsbogen auf der IB Volunteers Website.

8.  Wie finde ich meine passende Aufnahmeorganisation im Ausland? bzw. wie findet die Auswahl statt?
Unsere Kennenlernseminare für weltwärts & IJFD:
Du bewirbst dich mit den notwendigen Bewerbungsformularen bei uns. Wenn uns deine Bewerbung überzeugt, laden wir dich zu einem Kennenlernseminar ein. Die Teilnahme an einem solchen Seminar ist Voraussetzung für die Vergabe eines Freiwilligendienstplatzes beim IB. Danach entscheidest du, ob du mit uns als Entsendeorganisation deinen Freiwilligendienst starten möchtest, und triffst eine Vorauswahl der Aufnahmeorganisationen, die dich interessieren.

Warum sind die Kennenlernseminare so wichtig?

-Wir nehmen uns Zeit für ein ausgiebiges Bewerbungsverfahren, um dich persönlich mit deiner Motivation und Wünschen kennen zu lernen

-Während der Seminare wirst du von den pädagogischen Mitarbeiter/innen der IB VAP ausführlich beraten und informiert

-Die Bewerberinnen und Bewerber bekommen die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und gemeinsam mit anderen die eigene Motivation zu reflektieren und zu überprüfen.

-Die anschließende Entscheidung für einen Freiwilligendienst und eine geeignete Aufnahmeorganisation ist eine Auswahl auf Gegenseitigkeit auf der Basis des Kennenlernseminars, der Berichte von Ehemaligen und von Gesprächen mit den pädagogischen Mitarbeiter/innen.

IB Volunteers:
Du kannst dich im Rahmen unseres flexiblen Selbstzahlerprogramms IB Volunteers auf eine Stelle bei einer Partnerorganisation von uns bewerben oder selber eine Organisation suchen bei der du deinen Dienst leisten möchtest; in dem Fall prüfen wir dann ob eine Kooperation mit dieser Organisation möglich ist. Die Verpflichtung, an einem Kennenlernseminar teilzunehmen, entfällt für IB Volunteers-Freiwillige. Das Vermittlungsverfahren beginnt nach Eingang der Bewerbung und Rücksprache unsererseits mit dir und den potentiellen Aufnahmeorganisationen.

9. Wie geht es nach den Kennenlernseminaren weiter (weltwärts & IJFD)?
Auf dem Seminar hast du die Möglichkeit, dich mit den verschiedenen Aufnahmeorganisationen intensiver auseinanderzusetzten. Du gibst uns dann nach dem Kennenlernseminar eine Rückmeldung per E-Mail, ob du mit uns einen Freiwilligendienst antreten möchtest, und fügst deine aktuelle Prioritätenliste sowie einige andere Informationen hinzu. Von uns erhältst du anschließend ebenfalls eine Rückmeldung mit Zu- oder Absage. Bei einer Zusage werden wir schnellstmöglich unter Berücksichtigung deiner Prioritätenliste versuchen, die am besten passende Aufnahmeorganisation für dich zu finden. Diese trifft dann die endgültige Entscheidung, ob du dort deinen Freiwilligendienst machen kannst.

10.  Über welche Programme entsenden die IB VAP?
Der IB ist anerkannter Träger für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts und den Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Die Entscheidung, welche Freiwilligen über welches Programm ins Ausland entsandt werden, ist u.a. abhängig von der Aufnahmeorganisation und erfolgt erst nach den Kennenlernseminaren.

Wir bieten außerdem unseren eigenen, nicht staatlich geförderten Dienst IB Volunteers an, der flexiblere Rahmenbedingungen als IJFD und weltwärts bietet.

Wenn du dich über die genauen Rahmenbedingungen der einzelnen Programme informieren möchtest, findest du hier weitere Informationen.

11.  Was ist der Unterschied zwischen weltwärts, IJFD und IB Volunteers
weltwärts
Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts (www.weltwaerts.de) wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) bis zu 75% der Gesamt-Kosten gefördert. Damit ist die Finanzierung gesichert von:

  • 25 Seminartagen (Kennenlern- und Vorbereitungsseminar, Zwischenseminar im Ausland und Rückkehrseminar)
  • monatlichem Taschengeld  (abhängig von dem Gastland)
  • Haftpflicht-, Unfall-, Invaliditäts- und privater Auslandskrankenversicherung
  • Fahrt- und/oder Flugkosten zu den Seminarorten und in das Gastland
  • Unterkunft und Verpflegung entweder als Sachleistung in der Aufnahmeorganisation oder als Auszahlung eines Verpflegungs- und Mietkostenzuschusses – je nach örtlichen Gegebenheiten
  • darüber hinaus bleibt der Kindergeldanspruch und der Anspruch auf Waisenrente und Halbwaisenrente erhalten

Internationaler Jugendfreiwilligendienst IJFD 
Dieser Freiwilligendienst (www.ijfd-info.de) wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)  zu etwa 50% der Gesamtkosten gefördert. Damit ist die Finanzierung gesichert von:

  • 25 Seminartagen (Kennenlern- und Vorbereitungsseminar, ggf. Zwischenseminar im Ausland und Rückkehrseminar)
  • monatlichem Taschengeld (abhängig von dem Gastland)
  • Haftpflicht-, Unfall-, Invaliditäts- und private Auslandskrankenversicherung
  • Unterkunft und Verpflegung entweder als Sachleistung in der Aufnahmeorganisation oder als Auszahlung eines Verpflegungs- und Mietkostenzuschusses – je nach örtlichen Gegebenheiten
  • einem Zuschuss zu den Reisekosten zum Zwischenseminar
  • darüber hinaus bleibt der Kindergeldanspruch und der Anspruch auf Waisenrente und Halbwaisenrente erhalten

IB Volunteers
Für alle, die für eine kürzere Dauer als ein Jahr einen Freiwilligendienst im Ausland machen möchten und/oder älter als 28 Jahre sind, bietet sich das Selbstzahler-Programm IB Volunteers an. 

12.  Kommt der träger-eigene, nicht geförderte Dienst IB Volunteers für mich in Frage?
Im Rahmen des IB Volunteers können wir flexiblere Rahmenbedingungen als beim IJFD und bei weltwärts bieten. Dieser gibt uns die Möglichkeit mit (volljährigen) Freiwilligen zu arbeiten, die z.B. aufgrund der Altersvorgaben in den Programmen weltwärts oder IJFD sonst keine Möglichkeit hätten mit uns einen Freiwilligendienst zu machen, oder für die die Entsendung über geförderte Programme wegen der vorgegebenen Daten zur Ausreise und zur Rückkehr nach Deutschland nicht passen.

13.  Werde ich auf meinen Freiwilligendienst vorbereitet?
Ja. Ein internationaler Freiwilligendienst ist ein pädagogisch begleiteter Lern- und Bildungsdienst. Bei allen von uns angebotenen Programmen findet daher eine pädagogische Vor- und Nachbereitung sowie durchgängige pädagogische Begleitung statt.

In den Programmen IJFD und weltwärts  nimmst du an einem Vorbereitungsseminar von 10 Tagen  in den Sommermonaten vor Ausreise teil. Zusätzlich machst du vor deiner Ausreise ein Schnupperpraktikum von 5-10 Tagen in einer Einrichtung, die deiner Aufnahmeorganisation im Ausland ähnlich ist. So kannst du Einblick in einen Teil deiner zukünftigen Aufgaben bekommen und dich besser auf deinen Freiwilligendienst im Ausland einstellen.

Beim IB Volunteers bieten wir ein kürzeres Vorbereitungsseminar an. Ein Praktikum wie bei weltwärts und IJFD ist nicht verpflichtend, u.U. aber empfehlenswert.

14.  Was kostet es, wenn ich für einen Freiwilligendienst ein Jahr ins Ausland gehe?
Die Kosten für einen internationalen Freiwilligendienst werden durch die staatliche Förderung  nur zum Teil gedeckt. Im Einzelfall können die Gesamtkosten bei einem einjährigen Freiwilligendienst bis zu 11.000 € betragen. Dem gegenüber stehen staatliche Zuschüsse aus Bundesmitteln in Höhe von 4.200 € (IJFD) bis 7.400 € (weltwärts) für einen einjährigen Freiwilligendienst. Dies bedeutet, dass der IB als Entsendeorganisation für viele grundlegende Leistungen selbst aufkommen muss.

Als gemeinnützige Organisation, die nicht gewinnorientiert arbeitet, und in der ausgebildete und erfahrene Pädagog*innen arbeiten, verfügen wir nicht über ausreichende Eigenmittel um die Freiwilligendienste im Ausland komplett selber zu finanzieren. Einige unserer Partner die Freiwillige aufnehmen, v.a. im globalen Norden (also Europa, USA und Ozeanien) beteiligen sich an der Finanzierung des Dienstes, dennoch sind dadurch nicht alle Kosten gedeckt.

Da wir von der prägenden und einmaligen Erfahrung, die für junge Menschen durch einen Freiwilligendienst gewinnen, überzeugt sind, möchten wir die Auslandsfreiwilligendiente weiterhin anbieten und sind somit auf das Engagement der Freiwilligen angewiesen. Wir bitten unsere Freiwilligen daher, für die Entsendung im weltwärts-Programm oder im IJFD Solikreise aufzubauen.

Aus unserer Sicht ist ein Solikreis die nachhaltigste Art und Weise, einen Freiwilligendienst zu finanzieren, denn die Freiwilligen verpflichten sich in der Regel, ihren Unterstützer*innen Bericht über ihre Erfahrungen im Ausland zu erstatten, wodurch nicht nur die Freiwilligen selber von ihren Erfahrungen profitieren, sondern auch Menschen in Deutschland, denen solche Erfahrungen ansonsten wahrscheinlich nicht zugetragen würden. Diese Erfahrungen kommen daher unserer Gesellschaft zugute, nicht nur den einzelnen Freiwilligen.

Es gibt jedoch auch Freiwillige, die keinen Solikreis aufbauen möchten, oder deren Eltern, Großeltern oder andere Menschen  die Kosten für den Dienst tragen möchten. Dies ist natürlich möglich, und die individuelle Entscheidung der Freiwilligen.

Die Höhe der Kosten, die wir zusätzlich zu den staatlichen Fördermitteln über Eigenmittel und Spenden tragen müssen, variieren und sind u.a. von den gegebenheiten vor Ort abhängig.

Beim IB Volunteers belaufen sich die Kosten auf 1000 € bis 1.500 € pro Monat. Die genauen Kosten sind abhängig von der Dauer des Dienstes und von der Aufnahmeorganisation im Gastland.

15.  Warum soll ich Geld für einen geförderten Freiwilligendienst zahlen? Ich arbeite doch ein Jahr lang ohne Gehalt?!
Für die beteiligten Organisationen (Entsende- und Aufnahmeorganisation) entstehen für jede_n Freiwillige_n Kosten, die von keiner der beiden Institutionen vollständig gedeckt werden können. Während in Deutschland die Einrichtungen die Freiwillige aufnehmen, einen Großteil der Finanzierung selbst übernehmen, ist das den Organisationen im Ausland in der Regel nicht möglich. Viele Aufnahmeorganisationen können ihre eigenen Kosten kaum decken, und erhalten weder staatliche noch kirchliche Zuschüsse.

Die Kosten entstehen zum einen durch den erhöhten Arbeits- und Zeitaufwand der Anleitungskräfte in der Aufnahmeorganisation und zum anderen durch die Bereitstellung der Unterkunfts- und Verpflegungskosten der Freiwilligen. Darüber hinaus entstehen Kosten für uns als Entsendeorganisation durch unsere pädagogische Betreuung, für Versicherungsbeiträge, Seminare und Verwaltungskosten und gg. Reisekosten.

Die Freiwilligenprogramme weltwärts und IJFD bieten also keine Vollfinanzierung, sondern gehen davon aus, dass ein Eigenanteil der Entsendeorganisationen aufgebracht werden muss. Wie oben dargestellt, sind wir deshalb darauf angewiesen, dass diese Kosten z.B. durch Spenden getragen werden, die die Freiwilligen über ihre Solikreise sammeln.

Dennoch erfolgt unsere Zusage für einen Freiwilligendienst unabhängig und vor dem Einbringen der Solikreisgelder.

Da wir für den IB Volunteers keine staatliche Unterstützung bekommen, müssen die Freiwilligen alle Kosten selber tragen.

16.  Was ist ein Solikreis?
Ein Solikreis besteht aus Menschen oder Institutionen, die mit ihrer ideellen und/oder finanziellen Unterstützung einen ganz konkreten Beitrag zu einem Freiwilligendienst und damit auch zum interkulturellen Austausch leisten. Es hat sich gezeigt, dass es für Freiwillige wichtig ist, einen Kreis von Personen zu haben, die sich für die Erfahrungen und Erlebnisse während eines Freiwilligendienstes interessieren und sie damit während ihres Jahres im Ausland begleiten und unterstützen. Als „Gegenleistung“ berichten die Freiwilligen z.B. regelmäßig über die vielfältigen Facetten des Lebens im Gastland und/oder berichten von den Erfahrungen nach der Rückkehr nach Deutschland.

Ein Freiwilligendienst im Ausland ist auch ein Friedensdienst, denn er bedeutet

  • über längere Zeit in einem anderen Land zu leben und in einer Organisation zu arbeiten
  • über die Begegnung mit anderen Menschen und auch über sich viel zu lernen
  • über andere Menschen und über größere Zusammenhänge des Zusammenlebens nachzudenken. Damit tragen Freiwillige auch ganz konkret zur Völkerverständigung bei.

Ein Solikreis kann ganz direkt an diesen wertvollen Erfahrungen teilhaben, was die positive Wirkung eines Freiwilligendienstes über die persönlichen Erfahrungen hinaus auch in unserer Gesellschaft in Deutschland erhöht.

17. Warum soll ich einen Solikreis aufbauen?
Eine rein ideelle Unterstützung reicht für die Durchführung eines Freiwilligendienstes leider nicht aus, denn der kostet Geld. Für jede_n Freiwillige_n entstehen Kosten. Diese sind abhängig vom Gastland, von der Aufnahmeorganisation und von dem Programm, über das die Freiwilligen entsandt werden.

Wir sind also auf das Engagement von Freiwilligen z.B. zum Aufbau eines Solikreises angewiesen, denn ohne Spenden können wir die Freiwilligendienste im Ausland schlichtweg nicht anbieten. Deswegen können und sollen die Freiwilligen selber aktiv werden.

Der Aufbau eines Solikreises macht vielen zukünftigen Freiwilligen Sorge, denn damit kann ein größerer Aufwand verbunden sein – aber das muss nicht so sein! Wir beraten Freiwillige natürlich gerne und können Tipps geben, auf was geachtet werden sollte und wie Ideen umgesetzt werden können.

Ein Solikreis hat viele guten Seiten für die Freiwilligen und für viele andere Menschen, auch wenn es einiges an Engagement und Arbeit bedeutet, ihn aufzubauen. So ist es z.B. eine gute Gelegenheit, sich vor dem Aufbau des Solikreises mit der eigenen Motivation für einen Freiwilligendienst auseinander zu setzen, und sich um Informationen über die Aufnahmeorganisation und das Gastland zu bemühen.

Andere Menschen anzusprechen, sie um Unterstützung und von dem geplanten Vorhaben zu überzeugen ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg in den Freiwilligendienst, denn das trägt dazu bei, sich klar zu werden was die Freiwilligen wollen.

Eine Broschüre zur Finanzierung deines Freiwilligendienstes findest du hier.

18. Können Spendenbescheinigungen an meine Unterstützer_innen ausgestellt werden?
Ja,Freiwillige können prinzipiell von jedem und jeder gefördert werden. Das können Privatpersonen oder Institutionen sein, Firmen oder Stiftungen. Für deren Spenden stellen wir Spendenbescheinigungen aus.

19. Habe ich einen Anspruch auf Kindergeld während des Freiwilligendienstes?
Ja. Der Bundesrat hat am 25. November 2011 der Gewährung des Kindergeldes für Freiwillige des IJFD und weltwärts zugestimmt. Eltern von volljährigen Freiwilligen, die am IJFD oder weltwärts teilnehmen, erhalten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes Kindergeld.

Bei IB Volunteers liegt es im Ermessen der zuständigen Kindergeldkasse, ob Kindergeld für die Dauer des Auslandsaufenthaltes weiter gezahlt wird. Ein rechtlicher Anspruch auf Kindergeld besteht im Rahmen nicht staatlich geförderter Programme nicht.

20. Besteht während meines Freiwilligendienstes im Ausland weiterhin Anspruch auf Waisenrente oder Halbwaisenrente?
Ja, seit dem 1.7.2015 ist auch der Anspruch auf Waisenrente und Halbwaisenrente für die Programme IFJD und weltwärts neu geregelt.

Bei IB Volunteers besteht aus o.g. Gründen kein Anspruch auf Waisenrente oder Halbwaisenrente.

21. Bin ich während des Freiwilligendienstes im Ausland krankenversichert?
Ja. Während Ihres Freiwilligendienstes versichert Sie der IB bei der Dr. Walter GmbH über die fid Auslandsversicherung. Diese Versicherung beinhaltet auch eine Auslands-Unfall und -haftpflichtversicherung.

22.  Bekomme ich Taschengeld während des Freiwilligendienstes?
Ja, bei weltwärts und IJFD. Die Höhe des monatlichen Taschengeldes ist abhängig vom jeweiligen Land und ggf. auch der Einsatzstelle.

Bei IB Volunteers ist seitens des IB kein Taschengeld vorgesehen. Die Aufnahmeorganisationen können den Freiwilligen jedoch Taschengeld zahlen, wenn sie über die entsprechenden Ressourcen verfügen.

23.  Wie wohne ich im Ausland und wie werde ich verpflegt?
Je nach Aufnahmeorganisation variiert die Unterkunft und Verpflegung. Die Freiwilligen wohnen entweder in der Aufnahmeorganisation selbst, in einer Gastfamilie, in einer WG, alleine oder in einer Gruppenunterkunft wie beispielsweise ein Studentenwohnheim.

Die Freiwilligen werden entweder in der Aufnahmeorganisation oder in der Gastfamilie verpflegt, oder sie versorgen sich selbst. Auch hier hängt die individuelle Regelung von den Möglichkeiten vor Ort ab.

24. Muss ich die Sprache meines Gastlandes bereits vor der Ausreise sprechen?
Ja. Wir verlangen Grundkenntnisse in der jeweiligen Landessprache von unseren Freiwilligen. Deshalb musst du bis zur Ausreise ggf. nachweisen, dass du mindestens 100 Stunden Sprachunterricht genommen hast. Grundkenntnisse der Sprache erleichtern das Einleben im Gastland ungemein und erhöhen so für alle Beteiligten den Gewinn des Freiwilligendienstes.

25. In welcher Art von Aufnahmeorganisationen kann ich meinen Freiwilligendienst leisten?
Die IB VAP vermitteln Freiwillige vor allem in soziale Aufnahmeorganisationen, die mit Kindern, Jugendlichen oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen arbeiten. Darüber hinaus haben wir auch Partner in verschiedenen Ländern, die sich mit Kultur, Menschenrechten, Umweltschutz oder nachhaltigem Tourismus beschäftigen.

Beim IB Volunteers entsenden wir nicht in soziale Projekte, wenn die Dauer des Auslandsaufenthaltes kurz ist. In der Arbeit mit Menschen entstehen oft Beziehungen und Bindungen; wenn Freiwillige nur kurze Zeit mit Menschen arbeiten, kann sich dies negativ auswirken. Für einen kurzen Auslandsaufenthalt empfehlen wir die Arbeit in einer Organisation mit dem Schwerpunkt Ökologie oder Tierschutz.

26.  Wie kann ich die IB VAP kontaktieren?
Du kannst uns jederzeit per E-Mail oder telefonisch kontaktieren! Die Kontaktdaten unserer Teams findest du hier

VAP Franken

VAP Kassel

VAP Baden